Leo Wundergut & SwissTenors und das legendäre Kur und Bad Orchester

Nicht nur Spanien, Italien und Papua-Neuguinea: auch die Schweiz hat Tenöre der Spitzenklasse. Und noch viel mehr: Gesellschafts-Tenor, Bandleader und Ex-Investmentbanker Leo Wundergut mit seinen bekannten SwissTenors. Zu ihrem Repertoire gehören neben Arien aus Oper, Operette und Musicals auch bekannte Schweizer Lieder, Songs und Schlager des 20. Jahrhunderts (Geschwister Schmid, Cabaret Fédéral, Cabaret Cornichon etc.) sowie die Handy-Nummer von Paul Potts-Puccini: „Nessun Dorma-(Bain)“. Mit ihrem neuen Hazy-Osterwald-Medley ehren sie den Grand-Seigneur der Schweizer-Unterhaltungs-Kunst und lassen seine unvergessenen Melodien mit frischem Wind aufleben: „Panoptikum“ – „Kriminal-Tango“ oder „Konjunktur-Cha-Cha-Cha“.

Bei Leo Wundergut & SwissTenors verschmelzen hohe „C’s“ problemlos mit balletösen Pirouetten; Franz Lehárs Operetten-Evergreens mit wundersamen Jongliernummern. Und dies alles ohne Netze und schusssichere Westen. Wenn der vom Zürichberg stammende Gesellschafts-Tenor Leo Wundergut die 17 schönsten Ave Marias der Weltliteratur intoniert, bleibt kein Auge trocken und auch beim „Margritli-Lied“ denkt so mancher an vergangene intime Momente im Heuschober.
„Leo Wundergut & SwissTenors und das legendäre Kur und Badorchester“ ist ein Konzert-Programm voll mit geistreichem Witz und bissiger Satire, das einen für zwei Stunden die Finanzkrise vergessen lässt. Ach ja, - und musizieren können die gestandenen Herren auch: „Pavarottis für Trendbewusste“, lobt der Zürcher „Tages-Anzeiger“. Geh’n Sie mit – Geh’n Sie hin!

Leo Wundergut, Gesellschafts-Tenor

Perfekt sitzt der weisse Smoking, es glänzt das Haar, ein kecker Blick durch die neu geschliffene Brille und Leo Wundergut singt mit heiterer Wehmut musikalische Sahnestückchen der unterhaltenden Klassik, Lieder, Arien, fröhliche Foxtrotts, und: Chansons, Songs und Schlager der helvetischen Vergangenheit und Zukunft. Der junge Sänger begeistert seine Zeitgenossen mit einer phantastischen Unzeitgemäßheit. „Gern hab ich die Fraun´geküsst“, „Dein ist mein ganzes Herz“, „Stägeli uf, Stägeli ab“, „Mir mag halt´niemmert öppis gunne“ oder „Granada“ – wie aus einer fremden Welt, einer lang versunkenen Epoche wirken diese musikhistorischen Juwelen, oft durchsetzt von verblüffend ernsthafter, heiter-melancholischer Leichtigkeit. Das Wunder ist: In solch schnörkellos präziser, staubtrocken nüchterner und zugleich aufregend präsenter Interpretation klingen die alten Lieder und Arien überraschend neu. Befreit von ihrem Dasein als süßsaure Erinnerungsstücke für jene Generation, die noch die alten Schellackplatten kannte, werden sie durch den verqueren Humor und die süffisante Ironie von Leo Wundergut und dem Orchester Kur & Bad verwandelt in zeitlos modernes Amusement. Die bemerkenswerten Texte lassen uns aufhorchen und wir stellen fest, dass sie gelegentlich den Zeitgeist heute sogar besser treffen als vor 60 Jahren. Leo Wunderguts warm-timbrierter Tenor, den er bei Bedarf problemlos in höchste Höhen führt, vereint dabei den selbstbewussten Belcanto-Helden mit den Schmelz der Operettenwelt. Und ganz leicht und eindringlich kann seine Stimme schweben bei Liedern der geistigen Landesverteidigung: „Margritli i lieb di vo Härze mit Schmerze“.

Curriculum Vitae

Leo Wundergut erblickte das Licht der Welt im Kantonsspital Aargau und wuchs am berüchtigten Zürichberg bei seiner Grossmutter auf. Ida Wundergut, selbst Operetten-Soubrette, und ihre umfassende Schallplattensammlung weckten in ihm schon früh die Liebe zur klassischen Musik. Im Alter von sechs Jahren trat er dem renommierten „Heilig-Geist-Knabenchor-Internat“ bei, wo er den kirchlichen Gesang von Grund auf erlernte. Auf eindringlichen Rat seiner Grossmutter machte Leo Wundergut anschliessend eine Banklehre bei der Schweizerischen Kreditanstalt (SKA). Ein Stipendium der Begabten-Stiftung der Schweizerischen Nationalversicherung liess seinen Traum vom Gesangsstudium bei der Tenor-Legende René Kollo in Berlin wahr werden. Im Anschluss daran arbeitete er fünf Jahre als Investment-Banker bei der US-Bank Lehmann Bros. in New York. Der plötzliche Tod seiner Grossmutter rief Leo Wundergut in die Schweiz zurück, wo er sich seither um den heimatlichen Hof Wundergut kümmert. Beim Ordnen der familiären Schallplattensammlung traf er diesmal auf die Musik der Geschwister Schmid, auf Hazy Osterwald und Paul Burkhard. Er fasste den Entschluss, die Tradition der gehobenen und gepflegten Unterhaltung auf würdige und ernsthafte Art weiter zu pflegen. Neben dieser Mission tritt er jedoch weiterhin gelegentlich als Gaststar in Operetten auf. Als Vorbilder nennt er unter anderem Fritz und Klaus Wunderlich, Jacques Tati, Victor Borge oder auch Peter Alexander. Er lebt in der Schweiz auf dem Hof Wundergut und in Acapulco, im ehemaligen Haus des Bandleaders Teddy Stauffer.

 


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